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' Dann kommt....der Herr, den ihr sucht
(Maleachi 3,1-4)
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Darstellung des Herrn
Maria Lichtmess
.....denn meine Augen haben das Heil gesehen.... (Lk2,22-40)
Der Lobgesang des Simeon im Tempel ist eines der schönsten Gebete, das uns hinterlassen wurde. Ein Lobpreis - eine Danksagung - eine Freude, wie sie tiefer und ehrfurchtsvoller nicht hätte in Worte gefasst werden können. In der Komplet, dem abendlichen Schlussgebet der Ordensgemeinschaften, wird es bis heute täglich gebetet. Simeon trug seit langen Jahren eine Sehnsucht im Herzen: den Messias des Herrn zu sehen, um endlich sterben zu dürfen.
Jeder von uns trägt eine Sehnsucht im Herzen. Wir möchten heil werden - suchen den Frieden und sehnen uns nach einer Liebe, die uns wahrhaft trägt und tiefe Geborgenheit schenkt. Gott möchte uns all das schenken. Leider sind wir aber zu sehr von weltlichen Problemen gefangen und suchen nicht oft genug den Brunnen des lebendigen Wassers auf. Wie wir bei Simeon erkennen können, gehören dazu tiefes Vertrauen und Geduld. Unsere heutige Welt ist so schnelllebig, dass unsere Seele gar nicht mehr mitkommt. Lassen wir doch Wellnessoasen und andere äußeren Faktoren liegen und suchen wir wieder mehr die Stille vom Lärm der Welt. So werden wir Gott in allen Dingen finden und mit Ihm eine Liebe - einen Frieden und das wahre Licht, das uns die Welt nicht geben kann. Simeon ist uns dabei ein großes Vorbild, das uns zeigen kann, dass Vertrauen zum Herrn nie enttäuscht wird, auch wenn wir manchmal gerne einen anderen Zeitplan hätten. Dann werden auch wir scheiden können - von Egoismus - Geltungsbedürfnis und Machtstreben und die wahre Welt entdecken.
Maria Grazia Walther
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