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'Jesus heilt den blinden Bartimäus
sein Vertrauen zu Jesus heilte seine Blindheit'
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Emmaus
'Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen... Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen,sodass sie ihn nicht erkannten..'(Lk24,15-16)
'Sie waren mit Blindheit geschlagen' - wie oft erkennen wir auch heute vieles nicht. Wir engen uns selber ein, durch unsere Vorstellungen und Erwartungen. So auch die Jünger, als sie Jesus klagten: 'Wir aber hatten gehofft, dass er es sei, der Israel erlösen werde'.
Wen hatten sie erwartet?
Wie sollte der Erlöser erscheinen?
Ihre Erwartungen hatten sich nicht erfüllt und so waren sie mit Blindheit geschlagen - ihre anfängliche Offenheit war umgeschlagen in eine Haltung, die nicht den Willen Gottes im Blick hat - nicht das Vertrauen in Gottes Führung hat. Nein, ihr Horizont hat sie eingegrenzt und so waren sie nicht fähig zu erkennen. So ist es doch sooft auch bei uns- da erwarten wir eine bestimmte Reaktion auf ein Geschenk - ein bestimmtes Verhalten in einer Situation - einen bestimmten Einsatz in der Not - und dann ist alles ganz anders. Leider sind wir dann nicht so schnell in der Lage, uns um zu stellen. Leider gelingt es uns oft nicht nach zu geben und das 'Andere' an zu nehmen. Da ist ist die Basis gelegt zum Mißverständnis, das nicht selten zum Streit führt. Immer aus der Liebe heraus schauen, lenkt den Blick unseres Herzens zur Offenheit dem Nächsten gegenüber - lenkt unsere Gedanken zu den Nöten und Sorgen so vieler - lenkt unser Handeln zum Mittelpunkt unseres Lebens - zu Gott.
Die Liebe Gottes zu uns zu beantworten mit dem Vertrauen, dass er uns immer führt - unser Kreuz immer mitträgt - uns nie verlässt, hält unseren Blick wach. Alle Traurigkeit dürfen wir ihm anvertrauen, alle Tränen ihm schenken, die er verwandelt in eine Freude, die uns vertrauensvoll den Weg gehen lässt, auch wenn er holprig und ungerade ist - manchmal mit Dornen gesäumt ist und dunkel. Er ist da - er wartet immer auf uns.
So könne auch wir mit dem Psalmisten singen:
'So gehe ich
meinen Weg vor dem Herrn / im Land der Lebenden.
Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte: / Ich bin so tief gebeugt. (Ps.116,9-10)
Maria Grazia Walther
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