' Freut euch!'
(Die Kanzel in der Wies)

 

Gedanken zur Osterzeit -
'Die österliche Freude'

' Halleluja - Halleluja - Halleluja'
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! ( Phil4,4)

Welch ein Jubelruf - welch eine Freude!
Nach der Fastenzeit - dürfen wir nun in die Freude eintauchen, die uns lehren möchte: Wir sind erlöst - wir sind befreit - die Liebe hat über den Tod gesiegt. Keine Macht der Welt kann uns diese Freude nehmen -  lassen wir das niemals zu.
Wie die Natur nach unserem langen Winter, ausbricht in Blumen, Blütenpracht und betörenden Düften, so sollen auch wir wahrhaftig ausbrechen in den Jubelruf des Halleluja. Wörtlich übersetzt heißt das hebräische Wort: 'Lobpreiset Jahwe'.

Die Glocken läuten wieder - im Tabernakel dürfen wir Jesus wieder anbeten - der Blumenschmuck in der Kirche und das Licht wollen uns eintauchen in diese göttlichen Freude einer Liebe, die keine Grenzen kennt. Lassen wir uns einfangen von der wahren Freude - nicht dem Spass, der nur kurze Zeit hält und uns keine Kraft und keinen Frieden gibt.
Nein! Wir sind berufen zur Freude, die keine Grenzen kennt - die kein Ende nimmt - die nie aufhört, da sie aus dem Glauben an den auferstandenen Jesus Christus lebt. Diese Freude hat tiefe Wurzeln, die uns in der Traurigkeit - in Zeiten der Tränen immer wieder zur Quelle führen, die uns das lebendige Wasser schenkt.
Ja - wir sind berufen zur Freude, die uns durch Jesus Christus an einer Liebe teilhaben lässt, die unbegreiflich - unermesslich - unaussprechlich ist. Aus dieser Osterfreude heraus zu leben - ist die schönste Antwort, die wir Gott auf seine Barmherzigkeit geben können. Leben wir aus der Freude des Auferstandenen heraus und schenken wir diese Freude weiter - seien wir Menschen, die diese Freude leben - lassen wir von dieser Freude lenken in jedem Augenblick unseres Lebens. Schauen wir auf den Nächsten - indem wir ihn und sein Tun anerkennen - indem wir ihn wertschätzen indem wir ihm das Lob zukommen lassen, das Gott auch uns durch seine Nähe immer wieder schenkt. Das ist wahres Gotteslob:
Gott preisen und den Nächsten mit der Liebe zu betrachten, mit der auch Gott uns anschaut.
So lasst uns nun mit dem Psalmisten rufen:
'Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Verherrlicht mit mir den Herrn;
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen'
.(Ps34) 
              
Maria Grazia Walther

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