'Jesus auf dem Regenbogen in der Wieskirche'

 

Ostern - Die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus

Die Heiligen Tage haben uns zur Nacht der Nächte geführt - der Osternacht


Das Exsultet -  Der Lobpreis der Osternacht

“ Dies sind nämlich die Feiern der Ostern.  . . .
“ Dies ist die Nacht, in der du zuerst unsere Väter, die Söhne Israels, herausgeführt aus Ägypten und das Rote Meer trockenen Fußes hast durchschreiten lassen. . . .
“ Dies also ist die Nacht. . . .
“ Dies ist die Nacht. . . .
So beginnt in der Hochheiligen Osternacht der Ruf des Diakon, der die Osterkerze in die noch dunkle Kirche, durch die Reihen des wartenden Volkes trägt.
Immer wieder lautet der Ruf :  “Dies ist die Nacht. . .
Die freudige Erwartung wird nach der vierzigtägigen Fastenzeit nicht mehr zurückgehalten.

Ja - Die Freude darf ruhig ausbrechen – Laut jubeln wir das Halleluja!
Wenn man die letzte Heilige Woche in der ganzen Fülle der Liturgie – der  Lesungen und Evangelien miterlebt hat – so wird der Karsamstag eine Stimmung widerspiegeln, wie zur Zeit nach Jesu Tod. Die Jünger,  Maria, alle die an Jesus – den Messias - den Sohn des lebendigen Gottes geglaubt haben waren in tiefes, fragendes Schweigen, sogar auch ins  Zweifeln gefallen.
War alle Hoffnung umsonst?   Haben wir an den Falschen geglaubt? Wie geht es nun weiter, nachdem wir diese wunderbaren Worte Jesu gehört haben?
Wohin sollen wir gehen? (Simon Petrus hat schon früher erkannt: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Joh6,68)
Sie haben den kennengelernt, der ihnen das lebendige Wasser schenkt
Sie haben den kennengelernt, der ihnen die Worte der Schrift erschließt
Sie haben den kennengelernt, der die Liebe gelebt hat.
Was hat das alles zu bedeuten? Ist der Tod nicht etwas Endgültiges?
Hat  Jesus nicht auch darüber zu ihnen gesprochen?
Eine Szene im letzten Teil des Johannesevangeliums spiegelt wider, wie sie ratlos wieder ihrer früheren Beschäftigung nachgehen: Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.(Joh21,3) 
Wie oft geht es uns genau wie den Jüngern – es ist keine so ungewöhnliche Situation. Aber das Johannesevangelium gibt uns da einen sicheren Halt – ein Satz, der alles sagt, was in unserem Alltag – Ostern bedeutet:
“Da stand Jesus am Ufer“. Welch unermessliches Gewicht hat dieser fast unscheinbare Satz – und dennoch trägt er, wie kein anderer die ganze Fülle der Osterbotschaft in sich.
Ja – jubelt und jauchzt , an jedem Tag unseres Lebens – denn.
 ER STEHT IMMER AM UFER!  
       
Maria Grazia Walther