'Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor' Abt Marianus II. Mayer
'An diesem Ort wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh'.

Die Wieskirche - Rokoko-Juwel des Pfaffenwinkels

Im Jahr besuchen eine Million Menschen aus der ganzen Welt die Wies - und sie kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: die wunderbaren Formen und Farben, die lichtvolle Heiterkeit des Raumes, die tiefreligiöse Frömmigkeit der Darstellungen - und dann die Erfahrung von schöner Musik - das alles wird zu einem beglückenden Gesamterlebnis.

Dominikus und Johann Baptist Zimmermann haben uns in vollendetstem und feinstem Rokoko ein heute weltberühmtes Kunstwerk geschenkt, das mit Recht von den Vereinten Nationen, der Unesco, zum Weltkulturerbe erhoben wurde.

Im Zentrum der Wieskirche steht das Gnadenbild des Gegeißelten Heilandes. Tränen, die der Heiland vergossen haben soll, sind zu kostbaren Perlen geworden, aus denen das herrliche Rokoko-Juwel gewachsen ist, die Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland, die bis heute "innerlich" lebendig als Ort des Gebetes und der Gottesverehrung geblieben ist durch zahlreiche Wallfahrten und Gottesdienste. Der schwäbische Dichter Peter Dörfler hat sie beschrieben: "Die WIES ist ein Stück Himmel auf dieser leidvollen Erde".


Zusammenklang von Kunst-Theologie-Licht-Musik

In ihrer künstlerischen Aussage und in ihrer theologischen Mitte birgt die Wieskirche die große Kraft, den nach Lebenssinn suchenden und nach Orientierung fragenden Menschen unserer Tage im Erleben der "Frohen Botschaft der Wies" eine ganzheitliche, alle Sinne, Geist, Leib und Seele ansprechende Antwort zu geben im Vierklang von Kunst, Theologie, Licht und Musik.

Kunst: In der Zusammenführung von Chor und Kirchenschiff formte Dominikus Zimmermann einen vollendet stimmigen Raum im Goldenen Schnitt, der jeden Besucher wohltuend umarmt und in seiner prunkvollen Ausstattung durch feinstes Rokoko beglückt.

Theologie: Im Mittelpunkt der Gegeißelte Heiland, das Gnadenbild, zu dem durch die Jahrhunderte hindurch die Pilger wallfahren mit ihren Bitten um Heil, um Ganz- und Gesundwerden an Leib und Seele.

Licht: Das kreisende Sonnenlicht in der Wies - wie am Morgen die ganze Kirche in der einfallenden Sonne 'schwimmt' und am Abend in den Strahlen der untergehenden Sonne die Engel an der Kanzel anfangen zu tanzen - man spricht vom "Wunder des Lichts" in der Wies.

Musik: Zur Wies gehört Musik, vor allem der Klang der Orgel. Er führt zu tiefen Erfahrungen   und   zu beglückensten Stunden, in der Wieskirche einen von schöner Musik getragenen Gottesdienst oder ein "klassisches" Konzert zu erleben, eine Mozartmesse, eine Bachkantate usw., wenn Musik und Raum und Zeit und Gebet miteinander "verschmilzt".

Jeder Wieswallfahrer und Wiesbesucher ist beglückt von der Köstlichkeit und Harmonie des wunderbaren Liedes, das Zimmermann mit dem Bau der Wieskirche angestimmt hat. Und wenn der Besucher im großen Vierklang von Kunst und Theologie, von Licht und Musik die ganze Schönheit der Wies erlebt, kann er das gleiche erfahren, was der Bauherr der Kirche, Abt Marianus II Mayer, so ausgedrückt hat: 'Hoc loco habitat fortuna, hie quiescit cor' (hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh'). Den vielen Menschen, die unsere "Schöne Wies" besuchen, wünschen wir von Herzen die Erfahrung dieses Glückes und des inneren Friedens.

Prälat Georg Kirchmeir, Wallfahrtspfarrer und Custos der Wieskirche
 


Die Notwendigkeit der Orgelrenovierung

(aus dem Gutachten des Amtes für Kirchenmusik der Diözese Augsburg vom 27.11.2006)

Um die Orgel in einen technischen und klanglichen Zustand zu versetzen, der der geistlichen, liturgischen und künstlerischen Bedeutung des Gotteshauses gerecht wird, bedarf das Instrument nun nicht nur unbedingt einer gründlichen Reinigung und Überholung, sondern auch einer umfassenden technischen Sanierung und klanglichen Neukonzeption.

Terminierung: Die Vorarbeiten der Renovierung (einschl. Ausschreibung, Auftragsvergabe usw.) werden das Jahr 2007 und 2008 beanspruchen, die Durchführung der Renovierung soll in der "Sommersaison" 2009 erfolgen.

 


Zur Geschichte der Wiesorgel

Dominikus Zimmermann hat den Klangkörper der Orgel in der Wies mit einem Einfühlungsvermögen ohnegleichen in die Gesamtarchitektur eingefügt, indem der Rokokoprospekt das Oval des Raumes im Westen schließt. In der farblichen Gestaltung beschränkt er sich auf Weiß und Gold und unterstreicht somit die Festlichkeit des Raumes. Das erste Orgelwerk wurde mit großer Wahrscheinlichkeit von Johann Georg Hörterich im Jahre 1757 als zweimanualige Schleifladenorgel gebaut. 1928 erfuhr die Orgel durch die Firma Siemann einen entscheidenden Eingriff durch die Umgestaltung nach dem Geschmack der damaligen Zeit. Dabei wurde auch die mechanische Spieltraktur durch eine pneumatische ersetzt.

Im Jahre 1959 musste die Orgel vermutlich wegen ihres schlechten technischen Zustandes neu gebaut werden. Der Auftrag wurde an die Fa. Gerhard Schmid vergeben. In das historische Rokokogehäuse wurde erneut eine Anlage mit Schleifladen, mechanischer Spieltraktur und pneumatischer Registertraktur eingebaut. Dabei wurden ca. 600 Pfeifen aus der Rokokoorgel und einige Register aus der Siemannorgel von 1929 übernommen. Gleichzeitig erweiterte die Firma Schmid das ursprünglich zweimanualige Werk mit einem Schwellwerk auf drei Manuale.

Diese derzeitige Orgelanlage, an der fast 50 Jahre keine nennenswert größeren Eingriffe erfolgten, ist wegen technischer Unzuverlässigkeiten und Verschleißerscheinungen dringend renovierungsbedürftig geworden, obwohl der frische und auch majestätische Klang der derzeitigen Orgel die Zuhörer immer wieder beeindruckt und nicht zuletzt durch die vielseitigen Farben der Register erfreut.

Möge die künftige Orgel mit zusätzlichen Stimmen das Weltkulturerbe des Rokokos verschönern, das Lob Gottes vermehren und den Hörenden ebenso wie den Spielenden noch mehr Freude schenken.

Anton Guggemos Organist der Wieskirche
 

 

 

Wir bitten um Ihre Spende

Die Renovierung ist dringend notwendig, weil die Orgel teilweise verbraucht, hochgradig verschmutzt und technisch veraltet ist.
Die Orgel wird fachlich gereinigt, teilweise erneuert und klanglich verbessert werden.

Selbstverständlich wird der kostbare Rokoko-Orgelprospekt erhalten. Die barocke Klangfülle wird wieder hergestellt werden.

Gerne nehmen wir Ihre Spende an:

durch Überweisung (siehe beiliegenden Überweisungsträger) -bei Spenden über 50,00 Euro erhalten Sie eine Spendenquittung

durch Übernahme einer Pfeifen-Patenschaft (wobei wir - nach Wunsch - bei einem Betrag ab 50,00 Euro gerne eine, Namensgravur' an der gespendeten Pfeife anbringen)
Das Formular für die Pfeifenpatenschaft können Sie hier herunterladen.
Für offene Fragen stehen wir gerne unter Tel. 08862 93 2 93-0 zur Verfügung.

durch persönliche Spenden-Abgabe im Pfarramt oder in der Sakristei, wobei wir gerne eine Spendenbestätigung ausstellen.

Spendenkonto:

1. Wieskirche - Orgelrenovierung

Kto. 5381538  BLZ 734 514 50 bei Kreissparkasse Schongau
IBAN  DE98734514500005381538   BIC BYLADEM1SOG

Wir bedanken uns jetzt schon für jede noch so kleine oder auch große Spende und sagen tausend Mal Vergelt's Gott, damit die Orgel der Wieskirche bald wieder in voller Klangfülle erklingen kann - Gott zur Ehre und uns allen zur Freude.

Prälat Georg Kirchmeir, Wallfahrtspfarrer

Auf Wunsch, Sie rufen uns einfach an unter Tel. 08862 93 2 93-0 (am besten vormittags),
senden wir Ihnen einen Überweisungträger mit der Information auch gerne per Post zu.